Mit dem was Du hier beschrieben findest möchte ich einerseits Deine Neugierde wecken und durch diese Leckerbissen Dich für unsere Wanderungen gewinnen. Anderseits soll es ein Ort der Erinnerungen sein wo man vergangene Erfahrungen und Gefühle wieder erleben kann. Zögere nicht und hinterlass auch Du einen Kommentar… lese Gut!

19. – 22. August 2010

…waren wir unterwegs bis auf eine kleine Ausnahme. Die Prognosen waren nicht besonders günstig, wir aber breichten es gut! Schon am ersten Tag waren wir von der Sonne begrüsst. Am 2. dann war es sehr wechselhaft und für den Aufstieg sehr angehmen, aber dann im Abstieg Richtung Lago Vannino schüttete es ein paar Minuten so dass wir das “Wättärtach” auch benutzen müssten. Danach waren es wieder die “Eugäspiägäl” (hoffentlich hab ich es richtig geschrieben) die wir gegen die Sonne brauchten.

Eigentlich gab es viel Erzählungswärtes auf diesem Trekking, doch alles kann ich hier doch nicht erzählen. Die Begegnungen sind aber sicher ein Thema. Die Erste interessante Begegnung war sicher die rote Katze bei der Binntalhütte. Denn am 2. Tag begleitete sie uns hinauf zum Albrunpass und auf der italienischer Seite kam sie mit uns fast bis zur Alpe Forno wo sie auf einmal stehen blieb. Wir versuchten es schon vor dem Pass sie zu erschrecken um sie auf den Rückweg zu locken, das nütze alles nichts. auch Herr Johann mit Gattin kamen auf dem gleichem Weg mit uns, sie sahen wir auch noch in der Margaroli-Hütte beim Lago Vannino. Im Pomatt unten hingegen war Marco Ferrera sicher eine Wertvolle Begegnung, beim Apéro und beim Schlummerdrunck war er dabei und erzählte uns von seinem Leben in diesem schönen Tal. Die letzte interessante Begegnung war die mit dem Apflekuchen, ich weiss nicht mehr wie viele male ich über diesen Kuchen schon geschrieben hab… aber es lohnt sich wirklich den ganze weg bis nach Bosco Gurin zu machen!

Hier noch ein paar Bilder des Trekkings.

Die Gruppe hatte so Freude am Zusammensein dass sie alle gleich weitermachen wollten. Und so haben wir das Wochenende vom 11.-12. September vorreserviert für eine Wanderung im Bavonatal, hier also den Vorschlag für die Teilnehmer: Quattropassi lädt ins Bavona ein!

Ich freue mich schon auf ein baldiges Wiedersehen!

Von Roger Welti, 4 September 2010, 11:16 Uhr

Nun wollte ich es wissen. Ich habe hie und wieder mal davon gelesen und gehört, aber das Buch hatte ich bis jetzt noch nie ganz gelesen. Dann habe ich ein paar Bücher eingekauft und kaufte mir auch dieses noch dazu… und endlich habe ich es in ein paar Tagen gelesen.

Die Geschichte von Giorgio – der Kaminfegerbuben – hat mich zu Tränen gerührt: besonders das Walt Disneyanische Happy-End! Giorgios triumphierende Heimkehr ist so geschildert dass man es kaum glauben kann: was ist nun Wahr an der Geschichte. Es sollte wohl stimmen das eine Barke mit kleinen Kaminfegerbuben aus dem Tessin im Lago Maggiore gesunken ist, die Arbeitsbedingungen wie sie geschildert werden entsprechen auch der damaliger Zeit… der Rest aber denke ich ist pure Romanze! Dennoch bewegt uns die Geschichte zum Nachdenken, eigentlich sollten unsere Kinder mal so ein Buch lesen um zu sehen wie es ihnen gut geht!

Die Geschichte von Giorgio kann in vielen Täler erzählen, es ist immer die selbe: von vielen Tälern wurden Kinder (ab 6/7 Jahren) für die Wintersaison vermietet (von September bis April) damit sie als Kaminfegerbuben in den Städten Italiens arbeiten (Milano, Torino, usw). Als “Kaminfegertal” kennt man das Val Vigezzo (bei Santa Maria Maggiore ist auch das bekannte Kaminfeger-Museum) woher schon um 1500 die ersten Kaminfeger kamen. Die Armut unseren Täler brachte viele Familien soweit dass sie ihre Kinder wegschicken mussten um zu Überleben. Die Buben wurden meistens schlecht behandelt von ihren Meister und bekam auch nicht genügend zu essen (sonst kamen sie nicht mehr in die Kamine hinein). Diese Art von Menschenhandel ging von selbst aus, als in den 40er/50er Jahren des 20. Jahrhundert die Kamine in den Städten mit Öfen und andere modernere Heizungen ersetzt wurden.

Kaminfegerbuben in Turin um 1910 (Quelle).

Der Roman “Die Schwarzen Brüder” wurde eigentlich von 4 Händen geschrieben, Lisa Tetzner den Anfang und ihr Mann, Kurt Held (Autor des später erschienen “Rote Zora und ihre Bande”), das Ende. Aber da er ein als Kriegsflüchtling in der Schweiz war durfte er es nicht unter seinem Namen publizieren. Erst im Jahr 2005 gab es eine italienische Übersetzung dieses Romans.
Mehr darüber auf Wikipedia.

Bibliografie: Lisa Tetzner, Die Schwarzen Brüder, Sauerländer, 2002 (1941)

Von Roger Welti, 1 August 2010, 12:16 Uhr

Das Val Bavona hat sich wieder mal von seiner bester Seite gezeigt. Blauer Himmel, blaues Wasser, viele Blumen und unglaublich viele Schlangen…

Von Roger Welti, 24 Juli 2010, 11:08 Uhr

Es ist soooo lange her dass ich keine Nachricht geschrieben habe. Ich war (bin es eigentlich immer noch ein bisschen) sehr beschäftigt…

Von Roger Welti, 2 Juli 2010, 13:23 Uhr

Ich mag mich noch gut erinnern dass die Wetterprognosen sehr schlecht waren und das wir am ersten Tag schon ins Gewitter kamen, aber dann kam es doch noch anders…

Von Roger Welti, 2 Juli 2010, 12:11 Uhr

Endlich war es soweit: nach den Wanderwochen vom Frühling und den vielen Schneeschuhtouren: Trekking!
Rucksack voll packen, Wetterprognosen Super und die Tour? Tja die Tour… weiterlesen!

Von Roger Welti, 27 Mai 2010, 11:40 Uhr

Mit mir wollten die Schüler das Leben auf der Alp entdecken. Wir machten zu diesem Zweck 2 Wanderungen, die einte ins wilde und steile Val Bavona, die andere ins mildere denoch sehr steile Valle di Muggio.

Von Roger Welti, 27 Mai 2010, 10:52 Uhr


Binn-Cevio 2008 - 54

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